Bundschuhführer Joß Fritz in der Literatur

Bildung & Wissen // Artikel vom 08.04.2025

Joß Fritz (Foto: Thomas Adam)

Über kaum eine andere Person der Bauernkriege im frühen 16. Jh. ist so viel Literatur und Kunst entstanden wie über den sagenumwobenen Untergrombacher Bundschuhführer Joß Fritz.

Ferdinand Lasalle ließ ihn in seinem Drama „Franz von Sickingen“ als „Bauernagitator“ auftreten, Ludwig Ganghofer sah in ihm „Das neue Wesen“ und Franz Josef Degenhardt besang ihn in der Ballade „Legende von der revolutionären Geduld und Zähigkeit und vom richtigen Zeitpunkt“. Joß Fritz’ schattenhaft gebliebenes Leben diente als Projektionsfläche beinahe aller politischen Richtungen, von ganz links bis nach ganz rechts.

Sicher der größte deutsche Experte zum Thema ist der Bruchsaler Kulturabteilungsleiter Thomas Adam, Autor einer mehrfach aufgelegten Joß-Fritz-Biografie „Das verborgene Feuer der Revolution“, die auch in der SZ schon auf einer ganzen Seite gewürdigt wurde. „Joß Fritz – Rebell, Agitator und Phantom vom Oberrhein. Der Bundschuhführer Joß Fritz in Roman, Drama und Musik“ ist sein Vortrag anlässlich des 500. Jahrestags des Deutschen Bauernkriegs überschrieben, der von der Capella Antica Bruchsal mit Musik des 16. Jh. auf Gamben und Laute begleitet wird; Evelyn Nagel von der Bad. Landesbühne liest aus den vorgestellten Büchern. In der Ortsmitte von Untergrombach erinnert eine Statue im öffentlichen Raum an Fritz und seine Bundschuhbewegung. -rw

Di, 8.4., 19 Uhr, Bad. Landesbibliothek, Karlsruhe, Eintritt frei

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