Ruth und Erich Rossmann Stiftung
Bildung & Wissen // Artikel vom 17.03.2010
Als Erich Rossmann von 1946 bis 1950 in Karlsruhe bei Egon Eiermann Architektur studierte, hatte er keine Möglichkeiten, ins Ausland zu gehen.
Auch war das Studium damals nicht so vielfältig wie heute. Mit 27 Jahren gründete er 1952 sein Architekturbüro, erhielt bald erste Preise und erzielte Bauerfolge. Inzwischen leiten seine Partner Bernhard Schorpp, Götz Biller und Herbert Serr das renommierte Büro im Dammerstock, das jüngst den Neubau der Friedrich-List-Schule in Karlsruhe und den Umbau der Staatlichen Kunsthalle in Baden-Baden plante und durchführte.
Rossmann möchte jungen Absolventen des Fachbereichs Architektur an der Universität Karlsruhe den Blick über den Tellerrand ermöglichen. Deshalb gründete er vor zehn Jahren gemeinsam mit seiner Frau die Ruth und Erich Rossmann Stiftung. Diese finanziert jährlich für einen Kandidaten die Studiengebühren an einer angesehenen Architekturschule im Ausland. Katrin Rheingans wird heuer davon profitieren.
Die 29-Jährige hat sich in ihrer Diplomarbeit mit dem jüdischen Quartier in Budapest beschäftigt. Das zentrumsnahe, verfallene Viertel steht unter massivem Druck von Investoren, die alles abreißen wollen. Rheingans fand eine andere Lösung: Sie versucht, nahe am Bestand, eine neue Kette öffentlicher Räume quer durch das Viertel zu legen und somit neue Impulse zu geben, um die Zerstörung aufzuhalten. Der öffentliche Raum bildet ein wichtiges Moment in ihren Arbeiten.
„Wir haben eine ausgezeichnete Studienarbeit gefunden. Frau Rheingans hat sich auch intensiv mit Archäologie und Soziologie beschäftigt, das merkt man ihren Arbeiten an“, lobt Rossmann. Die junge Frau arbeitet derzeit in Berlin bei Léon Wohlhage Wernik; sobald das Projekt dort abgeschlossen ist, wird sie dank der Stiftung ein Aufbaustudium im Ausland absolvieren. -ub
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