Unrecht & Profit – Das Badische Landesmuseum im Nationalsozialismus

Kunst & Ausstellungen // Artikel vom 12.04.2025

Lange Zeit galten Museen während der NS-Zeit als scheinbar unverdächtig, ja sogar als Opfer des staatlich angeordneten Entzugs von „entarteter Kunst“.

Doch die Washingtoner Konferenz von 1998 brachte die Erkenntnis, dass alle Museen vom Raub jüdischen Kulturguts profitierten. Das Badische Landesmuseum stellt sich nun dieser Vergangenheit und zeigt in „Unrecht & Profit“, wie es von der Enteignung jüdischer Objekte profitiert hat.

Ein weiteres Thema ist die Nutzung des ehemaligen Residenzschlosses als Kulisse für politische Aktionen des NS-Regimes. Zudem wird die Arbeit der Provenienzforschung veranschaulicht: mit Abbildungen von Zeitungsausschnitten, Entzugslisten und Pressefotos, die wichtige Einblicke in die Quellenlage und die langwierige Spurensuche bieten. -rw

12.4.-28.9., Bad. Landesmuseum, Schloss Karlsruhe

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