Circus 3000 – Elefanten: Ja, Clowns: Nein
Stadtleben // Artikel vom 12.07.2014
Ganz frisch eingezogen auf dem Alten Schlachthof ist die Künstlergruppe Circus 3000.
Mit Performances, Installationen, Videokunst, Literatur, Medienkunst, Malerei, Grafik, Fotoarbeiten, und Eat-Art, multimedial partizipatorische Projekte, Kunstaktionen, Workshops, Ausstellungen, Lesungen, Konzerte und kleinere Videofestivals.
Im Zuge der ersten Karlsruher Off-Space-Messe UND#6 gegründet, hat das Kollektiv im letzten Jahr seinen Projektraum bis dato, das leider nicht beheizbare „Winter Quartier“ in der Südstadt, verlassen und nun Anfang Mai 2014 die neue Heimat bezogen. Circus 3000 ist ein Künstlerkollektiv, das sich zusammensetzt aus der Literatin und Installationskünstlerin Ondine Dietz, der Grafikdesignerin, Illustratorin und Animationskünstlerin Ulrike Tillmann, der Fotografin, Performance-, Video- und Installationskünstlerin Simone van gen Hassend, dem Grafikdesigner, Maler und Installationskünstler Marcel Vangermain und dem Grafiker, Illustrator, Video- und Installationskünstler Herbie Erb.
Im gegenseitigen Austausch und in mitunter kontroversen Diskussionen werden Kunstprojekte geboren, für welche die Circus-3000-Gruppe diverse künstlerische Genres wie Performance, Installation, Videokunst, Literatur, Medienkunst, Malerei, Grafik, Fotoarbeiten, Musik und Assemblage miteinander zu einem eigenständigen, über die einzelnen Gattungen hinausweisenden Neuen verknüpft.
Eine Herzensangelegenheit ist der Ateliergemeinschaft der internationale künstlerische Austausch. Befreundete Künstler werden eingeladen, sich an den Projekten von Circus 3000 zu beteiligen. Erklärtes Ziel der Gruppe ist es, ein eigenständiges Netzwerk zu entwickeln, das abseits vom etablierten Kunstmarkt freie Ideen und Konzepte befeuert. Seit 2011 werden Kunstaktionen an diversen Orten rund um den Globus unter dem Namen „Ante Portas“ verwirklicht: in Stockholm, Timisoara/Rumänien, ein Workshop mit Roma-Kindern in Ciclova Montana – und auch die Biennale in Venedig wurde schon auf einem Nebenkriegsschauplatz beehrt. Der dem Theater und Musik entstammende Tourneegedanke spielt hierbei natürlich keine unwichtige Rolle.
Auf ihren Reisen konfrontieren Circus 3000 die jeweils dort lebenden Menschen mit ihren Vorstellungen, Vorurteilen und Klischees über das Land, in dem sie zu Gast sind, und setzen so Dialoge und Reflexionen in Gang, die so manches entlarven – auf beiden Seiten. Konkret in Planung befindet sich eine Aufführung von Ante Portas im archäologischen Museum in Nottingham; Istanbul, Marokko, Indien hingegen sind momentan noch Träume. Das Grundthema von Ante Portas ist interessanterweise die fingierte und symbolische Befreiung der Karlsruher Zoo-Elefanten.
Aktueller Termin: Sa, 12.7., 20 Uhr: Interdisziplinärer Kunstsalon „Grand Hotel Mayerling“, szenische Lesung aus dem Erzählband „Prinzessinnen des kleinen Paris“ von Ondine Dietz mit Installationen, Videoarbeiten, Musik und anschließender Tanz-Soirée. Eine Einladung zur Fiktionalisierung der Geschichte auf der Suche nach dem ambivalenten Verhältnis zur verlorenen Gegenwarts-Zeit. -fab
Circus 3000 – Werkstatt, Salon & Projektraum für interdisziplinäre Kunst im Atelier 1 Süd des Künstlerhauses, Alter Schlachthof 13 a, Karlsruhe
www.circus3000.com
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